Unterwegs auf dem Golfplatz mit der DJI Mavic Mini 3 Pro Drohne

Um es gleich vorneweg zu nehmen; Ich bin kein Golfer! Und aktuell habe ich es auch nicht vor einer zu werden. Doch man weiss bekanntlich nie was kommt. Wie dem auch sei. Seit einigen Wochen habe ich die DJI Mavic Mini 3 Pro Drohne im Einsatz. Als ich diese das erste mal in den Händen hielt dachte ich «wow ist die klein». Sie fühlt sich ehrlichgesagt etwas an wie ein Stück Plastik mit Webcam. Doch scheinbar steckt sie ja voll mit atemberaubender Technik. Als begnadeter Drohnenpilot mit über 10 Jahren Praxiserfahrung hat die Drohne nicht aber zuletzt die Kamera eine harte Jury mit mir gefunden. Doch was ist nun mit der Bildqualität, Stabilität in der Luft und wie ist das Handling mit dem kleinen Wunderding?

«Sie fühlt sich ehrlichgesagt etwas an wie ein Stück Plastik mit Webcam»

Nach einem ersten Probeflug in unseren Geschäftsräumen und einem kurzen Rundflug im Aussenbereich war ich zumindest mal von der Flugtauglichkeit sowie der Stabilität beeindruckt. Das kleine Spielzeugähnliche Fluggerät ist nicht nur supereinfach zu bedienen sondern auch extrem wendig und schnell. Die 10m/S. Marke als Max Top Speed erreicht man problemlos auch bei Wind. Das ist zwar etwas langsamer als die Mavic 2 Pro doch das ist natürlich auch eine ganz andere Produktlinie.

Nun möchte ich aber erste «Real-Life-Tests» mit der Drohne machen. Ich überlegte mir wo es interessante Spots gibt die auch geometrisch was her machen. Denn genau das finde ich an der Drohnenfotografie oder eben Luftfotografie so interessant. Man entdeckt neue Perspektiven, Schatten und Formen welche man vom Erdboden so gar nicht wahrnimmt. Bei einem Besuch am vergangenen Wochenende bei Verwanten lag ein Golf Magazin auf dem Gartentisch. Ich blätterte kurz durch die Seiten voller saftig grüner Wiesen mit hellen Sandbunkern und dachte mir: Das ist es! Ich werde mit meinem neuen Spielzeug einen Golfplatz fotografieren. Da meine Verwanten nicht einfach so ein Golf Magazin rumliegen haben sondern selbst Golfer sind, konnte ich mich gleich schlau machen wo denn der nächstgelegende Golfplatz ist der was her macht. Sempach! War die Antwort. Gut, dann auf nach Sempach!

«Das ist es! Ich werde mit meinem neuen Spielzeug einen Golfplatz fotografieren.»

Mit geladenen Akkus und Drohne in der Tasche mache ich mich auf richtung «Green». Ich parke mein Auto etwas ausserhalb des Golfplatzes, ich möchte die Sportler keinesfalls bei ihrer Tätikeit stören. Denn Golfen ist eine extreme Konzentrationssache. So sagte man mir. Zeitlich bin ich Abends unternwegs, da fallen die Schatten länger als Mittag und es entsteht ein warmes harmonisches Licht.

Ein für mich absolut geniales High-Highligt ist die mitgeliferte Fernbedienung mit integriertem hochauflösendem Display. Man muss nicht mehr mühsam sein Handy in die Fernbedienung einspannen sondern kann direkt loslegen. Auf genau diesem Display sehe ich nun zu wie die Drohne höher steigt und die Kamera über die ersten Baumwipfel blickt. Es erscheint mir eine Traumhafte Grünlandschaft mit Bäumen, Teichen, Sandbunkern. In der Ferne der Sempachersee und die Alpen. Das war ja mal eine gute Idee, dachte ich – und legte los mit fotografieren. Ich platzierte die Drohne in anständiger Höhe, sodass mich die Golfspieler nicht hörten und ich bewusst meiner Kreativität nachgehen konnte. Ich bin mir bewusst, dass ich mit einer sehr kleinen Kamera unterwegs bin die einen Sensor in Fingernagelgrösse hat. Deshalb habe ich mir frühzeitig überlegt, was ich machen kann, um das Maximalie an Qualität aus dem Ding zu quetschen. Ich fotografiere im 48 Megapixel Modus und mache drei Belichtungsreihen sowie Panoramas um möglichst viel Auflösung und Informationen in die Files zu pappen. Selbstverständlich fotografiere ich in RAW.

Nach rund 30 Minuten ist mein erster Akku alle, ich lande und beschliesse mich es fürs erste bei dieser Serie zu belassen. Ich will nun einfach das Material sichten und aus dem gemachten lernen und Schlüsse ziehen.

Zu Hause angekommen setze ich mich an den Computer und mache mich daran die Bilder in LightRoom zu bearbeiten und die HDR’s zusammenzufügen. Ich erhöhe Kontrast, erweitere die Lichter und mache sonst noch so meine übglichen Korrekturen um dem Werk meinen eigenen Stil zu geben. Man sieht bei der 100% Ansicht schnell, dass man mit «limitiertem Equipment» unterwegs ist. Die Schärfe und Details nimmt hin zum Bildrand ab und eine Allgemeine Körnung ist bei grosser Ansicht gut sichtbar. Auf dem Tablet und Smartphone jedoch, sieht alles sehr brilliant aus mit toller Farbenpracht und genügend Schärfe.

«Die Drohne macht mega Spass und ist unglaublich praktisch, sie passt in den Hosensack und ist nicht unnützer Balast.»

Mein Fazit: Die Drohne macht mega Spass und ist unglaublich praktisch, sie passt in den Hosensack und ist nicht unnützer Balast. Die Kameraqualität ist überaus ausreichen im Content-Creator-Bereich und wenn man das Footage für Social Media und digitale Plattformen verwendet. Für Prints ab A4 und grösser wirds jedoch schon heikel und ist eher weniger zu empfehlen. Wobei hier natürlich auch die persönlichen Ansprüche und Verwendungszwecke mitentscheiden. Für mich ist die Mavic Mini 3 Pro eine gute Flottenerweiterung und ich werde sie gewiss für kleine digitale Projekte und Private Ferien- und Reisereports jederzeit gerne einsetzen!

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